Architekturzeitschrift betonprisma
Architekturzeitschrift betonprisma.
EIN ARCHITEKTUR-, KULTUR- UND REPORTAGEMAGAZIN.
Seit 1964 berichtet die Zeitschrift betonprisma über Architektur und beispielhafte Gebäude aus Beton. Im Mai 2008 wurde die vom InformationsZentrum Beton herausgegebene Zeitschrift, die an Architekten und Baukultur-Interessierte gerichtet ist, einem Relaunch unterzogen: Entstanden ist ein Architektur-, Kultur- und Reportagemagazin, das Beton und Architektur mit Baukultur und Gesellschaft verbindet. Wir freuen uns, dass wir das machen dürfen.
betonprisma WÜNSCHE, Oktober 2011

Die Geschichte der Wünsche an Baustoffe und Gebäude, Architektur und Ingenieurbau ist so alt wie die Menschheit. Dies gilt auch für den Baustoff Beton: Immer neue, immer komplexere Aufgaben wurden ihm übertragen. Dafür wurde Beton immer wieder verändert und optimiert. Er ist heute Universal- und Spezialbaustoff zugleich. Architekten, Ingenieure und Bauherren haben fast immer unendlich viele Wünsche. Und wenn nicht gerade Luftschlösser gebaut werden, spielt das Material die entscheidende Rolle dafür, ob diese Wünsche auch in Erfüllung gehen können. Welche Wünsche haben wir heute an das Bauen, an Architektur und den Baustoff Beton? betonprisma zeigt aktuelle Positionen über Herausforderungen, Ideen und Visionen der Architektur. U.a. mit einem Gespräch mit dem Architekten Tobias Wallisser: “Wie es vielleicht auch ganz anders sein könnte”, einem Interview mit Dr. Walter Prigge von der Bauhaus Stiftung Dessau: “Wir dürfen Experimente machen”, einem Bericht über Paul Böhms Kölner Moschee von Prof. Dr. Ingeborg Flagge: “Einmal im Leben eine Kuppel bauen” sowie einer Reportage über das Forschungsinstitut der Zementindustrie in Düsseldorf.
betonprisma kann unter betonprisma.de kostenfrei bestellt und selbstverständlich auch online gelesen werden.

betonprisma NATUR, April 2011
Nichts ist uns wichtiger als der Respekt vor dem natürlichen Raum und die Erhaltung unserer Natur. Aber mit allem, was wir tun, greifen wir auch in die Natur ein: Wir verändern, wir schaffen Kultur. Dies gilt auch für das Bauen. Natürlich bauen heißt Einbeziehung der Natur in die Architektur – aber auch das Interpretieren und das Zeigen der Natur eines Ortes durch die Architektur. Und: die Verwendung natürlicher Rohstoffe. Wie können Natur und Architektur in Einklang gebracht werden? Welche Möglichkeiten haben wir, Annäherungen von natürlichem und gebautem Raum zu schaffen? Wie können sich Natur und Baukultur in Harmonie begegnen? betonprisma Natur zeigt aktuelle Positionen und Meinungen und berichtet über Erfahrungen und Möglichkeiten des Bauens mit der Natur. U.a. mit einem Gespräch mit dem japanischen Architekten Tadao Ando über das menschliche Empfinden gegenüber dem natur- und kulturgeprägten Raum: “Wenn die Geometrie die Gegensätzlichkeit der Aktivität der Natur hervorhebt und die Natur mit dem Lebensraum verschmilzt, kann meine Architektur letztlich die Grenzen der Baukunst durchbrechen”.

betonprisma ARBEITEN
Es scheint, als sei uns nichts wichtiger als unsere Arbeit. Allein in Deutschland werden jährlich mehr als 55 Milliarden Arbeitsstunden geleistet. Die oft gestellte Frage: „Was machen Sie denn beruflich?“ zielt auf weit mehr als auf unseren Job: Es ist auch die Frage nach dem Selbstverständnis unseres Lebens. Wenn Arbeit so sehr für unsere Identität und Selbsterfüllung steht, wir so viel Zeit an unseren Arbeitsplätzen verbringen und die Zufriedenheit am Arbeitsplatz so hoch im Kurs steht, ist dann nicht der „Ort der Arbeit“ auch wichtig? Und zwar weit über die Erfüllung von Richtlinien und Normen hinaus? Wie sollten und könnten Büro- und Verwaltungsbauten, Industrie- und Gewerbebauten gestaltet sein, damit die Arbeitsräume stimmig, die Arbeitsatmosphäre angenehm ist? Die aktuelle Ausgabe der Architekturzeitschrift betonprisma, erschienen im Oktober 2010, widmet sich den Arbeitswelten. Betrachtet werden architektonische, bauliche, psychologische und soziologische Facetten von Gebäuden und Arbeitsräumen – gefragt wird nach persönlichen Meinungen und Erfahrungen von Architekten, Bauherren, Nutzern und Freiberuflern.

betonprisma GESCHWINDIGKEIT
Alles wird schneller: die Berichterstattung, unsere Nachrichten, die Bestellungen, die wir via Internet aufgeben und schon morgen ausgeliefert bekommen. Und natürlich bewegen wir uns auch selbst immer schneller durch die Welt – lokal wie global: von Ort zu Ort, Land zu Land und über die Kontinente. Wie aber sehen die heutigen und künftigen Anforderungen an Infrastruktur und Gebäude aus, um unseren Wünschen nach immer mehr Geschwindigkeit gerecht werden zu können?
In der Ausgabe mit dem Themenschwerpunkt “Geschwindigkeit”, erschienen im Mai 2010, kommt unter anderem der französische Architekt, Stadtplaner und Philosoph Paul Virilio zu Wort. Im Interview mit betonprisma äußert sich Virilio, der sich sein Leben lang mit dem Phänomen der Geschwindigkeit befasst hat und für den diese der unsere Gesellschaft bestimmende Faktor ist, zu aktuellen Entwicklungen in Stadtplanung und Architektur, aber auch zu unserem neuen Selbstverständnis des Lebens im virtuellen Raum: “Dass sich die Leute mit ihren Mobiltelefonen nicht in der Welt, sondern im Universum des Mobiltelefons befinden, hat beträchtliche Auswirkungen auf die Architektur”, so Virilio. Und in der uns allen so selbstverständlichen wie wohlvertrauten Google-Sicht auf die Welt erkennt Virilio ein ganz neues Phänomen: Megaskoposche Bilder von größenwahnsinniger Dimension, Riesenfenster – den Rosetten der Kathedralen gleich. Für Virilio eine neue Gotik: “Google ist elektrogotisch. Wenn sie Google benutzen, so haben wir es mit dem Phänomen der Perspektive zu tun”.

betonprisma FAMILIE
Pluralisierung der Lebensformen auf der einen, regional ganz unterschiedliche demographische Entwicklungen auf der anderen Seite: Nicht mehr allein die klassische Familie prägt das Bild des familiären Lebens und Wohnens, es gibt auch die Alleinerziehenden, die Patchworkfamilien und Mehrgenerationenhaushalte. Und alles ändert sich ständig.
Allem Wandel zum Trotz träumen viele Familien vom Einfamilienhaus mit Garten im Grünen. Ist das wirklich das Ideal des Wohnens? Wie leben Familien in der Stadt? Wie und wo können die „neuen“ Familien leben, müssten flexible Wohnungen und Häuser aussehen? Ersetzen nicht auch Freunde und soziale Netzwerke Teile der früheren Großfamilien? Und was bedeutet das für Architektur, Stadtplanung, Infrastrukturpolitik, Familienpolitik – und letztlich für „gemeinsames Leben“?
Die klassische Familienphase nur noch Teilelement im Lebenslauf des Menschen. Professor Hans Bertram im Gespräch mit betonprisma: “Sie haben im Grunde genommen in einem 90jährigen Leben nur 20 Jahre intensive Familienphase. Das ist völlig neu, das hat es historisch nie gegeben. In Bezug auf den Hausbau etwa heißt das: Die Menschen sind heute viel älter, wenn sie diese Entscheidung treffen – und gleichzeitig haben die Häuser für die Familien eine viel kürzere Nutzungsdauer”.
Die Ausgabe mit dem Themenschwerpunk Familie, erschienen im Oktober 2009, zeigt, was Architekten über Familie und Wohnungsbau denken. Und was eine Familie mit zwei Kindern heute zum Wohnen braucht: “Im Idealfall”, so der Architekt Stefan Forster, “einen Garten nach vorne und nach hinten raus. Damit die Kinder spielen können, damit jeder den Raum hat, den er braucht. Auf der Etage bedeutet das für uns möglichst tiefe Loggien und Balkone zu beiden Seiten der Wohnung. Ansonsten gibt es im Grunde keine Veränderungen gegenüber früher. Das können Sie am Beispiel Küche ablesen. Früher gab es die Gemeinschaftsküche, dann die Miniküche, dann wurde die Küche wieder größer, und jetzt haben wir den Mittelweg: Man muss dort das Essen bereiten und auch zu zweit oder dritt essen können. Alles andere, diese Lofts und offenen Küchen, dieses Mikrowellen- und Kochgefasel, irgendwann hat man das alles über…”.

betonprisma ENERGIE
“Jede Waschmaschine ist intelligenter als unsere Brücken und Gebäude”, sagt Professor Mike Schlaich im Gespräch mit betonprisma. Die Ausgabe mit dem Themenschwerpunk Energie, erschienen im Mai 2009, zeigt, wie Architekten und Ingenieure an diesem großen Thema der Zukunft arbeiten. Wird sich die Architektur verändern? Sehen unsere Gebäude bald anders aus? betonprisma beleuchtet aktuelle Bedingungen und künftige Ziele, fragt nach Positionen, Erfahrungen und Meinungen zu einem der zentralen Themen der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Diskussion.

betonprisma GLAUBE
Schwerpunkt der Ausgabe 87, erschienen im Oktober 2008, sind Sakralbauten: Sie geben uns Ruhe und Besinnung, sind besondere Orte, weit weg vom Alltag – und dennoch Orte intensiver Nähe. Was aber macht die sakrale Wirkung dieser Räume aus? Wie und warum wirken sie auf unser Befinden, unsere Gefühle, auf unseren Glauben? Welche Räume sind uns heilig? Welche Bedeutung haben sakrale Räume in unserer Zeit? Brauchen wir sie – vielleicht mehr denn je? Und wo sind die Grenzen zum Profanbau? Wie funktioniert Architektur, Konstruktion und Material im sakralen Raum?
betonprisma “Glaube” sucht die Spuren des Besonderen in aktuellen Positionen, Eindrücken und Meinungen zu den sakralen Bauten und Zeichen unserer Zeit, unter anderem in Gesprächen mit dem Architekten Gottfried Böhm und Stefan Kraus, Direktor des Museums Kolumba in Köln.

betonprisma WISSEN
Die erste Ausgabe von betonprisma in neuer Gestaltung und im neuen Format, erschienen im Mai 2008, beschäftigt sich mit den Themen Bildung, Wissen und Information: Wie steht es um unsere Bildungsbauten? Um die Orte, an denen Informationen vermittelt werden und Wissen weitergegeben wird? Welchen Einfluss auf Wissen und Bildung haben gebaute Umwelt, Architektur, Konstruktion und Material?
betonprisma „Wissen“ zeigt aktuelle Positionen zu pädagogischer Architektur, Eindrücke und Meinungen von Bildungsexperten, Architekten und Nutzern – über die Architektur von Schulen und Hochschulen, Bildungsbauten von gestern, heute und morgen. Und nicht zuletzt erzählt der Architekt Arno Lederer im Gespräch mit betonprisma einfach ganz wundervoll über Bildung, Bauten und Frau Hallers Bleistifte…